Die Welpen wurden 4 Wochen alt

Die Welpen wurden 4 Wochen alt

Die Welpen wiegen mit 4 Wochen wie folgt: Blaues Halsband – 3200 Gramm; Grünes Halsband – 3400 Gramm; Gelbes Halsband – 2420 Gramm; Orangefarbenes Halsband – 3370 Gramm; Lilafarbenes – 2300 Gramm und die Hündin Kaya mit dem roten Halsband – 2880 Gramm.

Zwischen der 3. und 7. Lebenswoche findet die entscheidende Gewöhnung an den Menschen und an andere Hunde statt, ansonsten führt es in aller Regel zu einer Menschen- und/oder Hundescheuheit. Vicky, Raycka und Jaaki übernehmen die ersten Hundekontakte.

Kontakte zu fremden Menschen und Kindern (auch anderes Geschlecht, andere Hautfarbe, junge und alte Menschen, verändertes Gangbild, Behinderte), schlafende Motorradfahrer und zu gut sozialisierten fremden Hunden, aber ohne die Mutter, sind in diesem Stadium deshalb sehr wichtig.

Wir sorgen jetzt für mehr und mehr reizvolle neue Erfahrungsquellen, die alle Sinne ansprechen. Denn was jetzt versäumt wird, lässt sich nie wieder in gleichem Maße nachholen, was jetzt gelernt und verankert wird, beeinflusst die Wesensentwicklung nachhaltig. Aber auch negative Erfahrungen verankern sich leider tief. Es ist deshalb auch immer eine Gratwanderung.

Sie müssen lernen, wie unterschiedliche Dinge schmecken und aussehen, sich unterschiedliche Dinge anfühlen, sowohl wenn man sie zerkaut, als auch wenn man sie mit den Pfoten berührt.

Sie müssen verschiedene Gerüche kennen lernen (wobei hier schon das Gedächtnis trainiert wird) und verschiedene Geräusche.

Mit Quietschspielzeugen können sie selbst Töne produzieren, wobei hier auch die Meinung vertreten wird, dass das Wehgeschrei der Quietschtiere ohne Reaktion bleibt.

Durch Klettern und Balancieren lernen sie immer besser mit ihrem Körper umzugehen. Der Welpenauslauf draußen und drinnen muss deshalb nunmehr einem Abenteuerspielplatz gleichen und zur wesentlichen Erweiterung des Erfahrungsschatzes zur Verfügung stehen. Denn ungefähr ab dem 23. Tag haben die Welpen den natürlichen Drang ihren Aktionsradius auszuweiten.

Was für Menschenkinder gilt, gilt auch für Hundekinder: Man muss ihnen die Möglichkeit bieten, Erfahrungen zu sammeln, ihnen den nötigen Freiraum geben. Sie dürfen nicht überbehütet werden, damit sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können, das so wichtig für ihre Entwicklung ist.

Durch die kleinen Übungen an den unterschiedlichsten Geräten lernt der Welpe, Herausforderungen zu bewältigen, er wird sicherer und traut sich dann selbstbewusst an neue Herausforderungen heran.

Ein bisschen wie Babys, die alles in den Mund nehmen, beißen Welpen auf alles, was in ihren Mund passt. Knabbern sie an ihren Geschwistern reagieren diese mit quieken und wegrennen oder mit einer Retourkutsche. Wenn keine Geschwister mehr da sind schnappt er freudig nach allem, was ihm sonst so zwischen die Zähne kommt.

Mit dem Öffnen der Ohren kamen die ersten Milchzähne heraus. Die Welpen bekommen anfangs nadelspitze Zähne, die ihnen erlauben, die Kraft ihrer Kiefer zu erproben. Die Milchzähne sind mit 4 Wochen schon groß genug, um schmerzhaft, aber ungefährlich zuzubeißen. Die beliebtesten Testobjekte sind Schnürsenkel, Knöchel, Hosenbeine, unsere Hände und Zehen und auch mal die Nase.

Im Alter von acht Wochen sollten alle 28 Milchzähne (in jedem Kiefer 14) da sein. Zuerst kommen die sechs Schneidezähne vorn im Kiefer durch, danach die beiden Fangzähne, etwas später folgen drei Prämolaren hinter den Fangzähnen. Das Zahnen verursachte keine größeren Probleme, doch beschleunigt der Welpe das Wachstum seiner Zähne, indem er feste Gegenstände benagt und schließlich alles beknabbert, was ihm geeignet erscheint.

Wir legen große Rinderknochen zu den schlafenden Welpen und sofort werden sie wach und machen sich über die Knochen her. Aber noch sind sie nicht in der Lage dazu, dies erfolgreich zu tun.

Eine Hündin bevorzugt niemals einen ihrer Welpen, sie behandelt alle gleich gut oder gleich schlecht. Und immer sind Hündinnen dominant über ihre Welpen. Sie setzt Grenzen und lässt ihre Erziehungsmaßnahmen niemals zum falschen Zeitpunkt erfolgen.

In einer wesensorientierten Aufzucht geht es keinesfalls um pure Weichheit, also falsches, liebevolles Überbehüten und psychisches tot streicheln.

Je höher die späteren Ansprüche an die Belastbarkeit und Wesensfestigkeit eines Hundes sind, umso wichtiger ist es, seine frühen emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen – durch die Mutterhündin, den Züchter und den künftigen Hundebesitzer.

Das aus der Bindungsqualität hervorgehende Vertrauen ist von Anfang an der Stoff, mit dem die Schlüsselfunktionen aktiviert, Gene geschaltet und lebenslange Grundeinstellungen vollzogen werden.

Die Wolfswelpen kommen zu Beginn der 4. LW immer häufiger aus der dunklen Höhle ans Tageslicht. Dafür sorgt auch die Wolfsmutter, indem sie sich einfach draußen hinlegt. Bekommen die Welpen Hunger, müssen sie wohl oder übel die Geborgenheit des Lagers verlassen und zu der Hündin herauskommen. Das geschieht einmal am zeitigen Vormittag und am späteren Nachmittag. Dieser Rhythmus stimmt auch mit den üblichen Spielstunden der meisten Hunde überein.

Es findet wesentlich mehr Prägung in der hellen als in der dunklen Jahreszeit statt. Auch der Aufbau der Immunlage / Krankheitsabwehr ist in der hellen Jahreszeit entschieden besser. Jedoch stimmt wiederum der Immunschutz nur, wenn das Fürsorgeverhalten gestimmt hat.

Die Jahreszeit (Zeitdauer und Intensität der Sonneneinstrahlung) löst im heranwachsenden Organismus epigenetische Effekte aus. Über die Genregulation wird der Aktivitätsgrad der Welpen gesteuert, aber auch die Bildung körpereigener Vitamine und Abwehrstoffe. Letztlich kann bei längerem Tageslicht und höherem Aktivitätsgrad mehr gelernt werden. Insofern sind die Voraussetzungen für einen Wurf im Frühjahr am besten.

Hope freut sich immer mehr über Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.

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