Wir hoffen auf unseren letzten Wurf bei den Schüpfer Hexen – den „R“ – Wurf (Für Ready)

Wir hoffen auf unseren letzten Wurf bei den Schüpfer Hexen – den „R“ – Wurf (Für Ready)

Am Montag, dem 16.2.2026, wurde unsere Jaaki von der Schüpfer Hexe von dem Rüden Fussel of Wolfcabs gedeckt und wir hoffen auf Welpen um den 18.4.2026 herum, die dann um den 13.6.2026 herum abgabebereit wären. Nach 1 Woche ist Carmen der Meinung, dass Jaaki schwanger bzw. trächtig wäre (weibliche Intuition).

Unter so viel Frauen fühlt sich Fussel sichtlich wohl. Daniela, Anke und Carmen im Einsatz. (Nur Hilmar stört ihn etwas)

Die beiden inzuchtfreien Stammbäume der beiden Zuchtpartner Fussel und Jaaki vom empfehlenswerten working dog.

Zwei, die sich sofort verstanden und sympathisch fanden und recht schnell zum freien Liebesspiel übergingen. Und denen das miese Wetter dabei völlig egal war. Gefroren haben nur wir Menschen.

Geschafft! Und jetzt noch etwas beruhigen beim Hängen, das etwa 15 Minuten andauerte, so hat es sich die Natur eben ausgedacht. Danach ist man froh, wenn man sich endlich wieder erheben kann (und wir können euch sagen, auch das fällt mit 60 und 70 immer schwerer).

Es soll unser letzter Schüpfer Hexen Wurf werden, 32 Jahre sind genug. Am 6.3.1994 fiel unser erster Langhaar Schäferhundewurf und aufgrund der besonderen „Freundlichkeit des SV“ durften wir jedoch 20 Jahre lang nur Mischlinge züchten, weil man die Langhaar Schäferhunde beim SV kurzerhand zum ausschließlichen Fehler deklariert hatte, um den Konkurrenzverein Langhaar Schäferhunde Verband Deutschland (LSVD) zu verhindern. Erst beim RSV 2000 durften wir wieder anerkannte Rassehunde züchten, dafür unser herzlicher Dank an Helmut Raiser und den RSV 2000. Wir werden ihm dafür auch in Zukunft verbunden bleiben.

Alles hat seine Zeit und alles hat einmal ein Ende. Hilmar wird in diesem Jahr 70 Jahre alt und hat schon immer gesagt, dass er dann mit der Schäferhundezucht aufhören wird, da man in diesem Alter u.a. einfach müde, nicht mehr so belastbar, emotional empfindlicher und körperlich unbeweglicher geworden ist. Auch störte uns besonders die Einstufung als gewerbsmäßige Züchter durch das Veterinäramt, nur weil wir mehr als 3 fortpflanzungsfähige Hunde besitzen.

Ja es hängt / hing schon sehr viel Arbeit, Zeit, Logistik und Energieverbrauch an der Hundezucht, vor allem, wenn man es immer mit sehr viel Herzblut betrieben hat so wie wir. Und es trifft uns einfach immer härter, wenn Hunde von uns erkranken, sich verletzen oder sogar sterben, wenn sie zu viel gefüttert und nicht richtig erzogen werden oder wenn Welpenkäufer nicht zurecht kommen und wir „unseren Hund“ im schlechtesten Fall wieder zu uns holen und weiter vermitteln müssen. Und es trifft uns genauso hart, wenn sich manche (gottseidank nur sehr wenige) überhaupt nicht mehr melden und wir nichts über unsere ehemaligen Welpen mehr in Erfahrung bringen können. Besonders diese Personen haben nie verstanden, was es bedeutet, Hundezüchter mit Herz zu sein.

Wir haben irgendwo diesen treffenden Text dazu gefunden und wollen ihn euch nicht vorenthalten: „Wissen Sie eigentlich, wie viele Entbehrungen es kostet, Hundezüchter zu sein?
Züchter zu sein bedeutet nicht nur süße Welpenfotos und Stolz auf schöne Hunde.
Es ist auch ein riesiges Meer an Verzicht – still und für Außenstehende oft unsichtbar.
🕰️ Zeit? „Frei“ gibt es nicht.
Wochenenden, Ausflüge, Urlaub – vergiss es. Selbst ein paar Stunden weg sind Luxus.
Du gehst nicht ins Kino, wenn Neugeborene in der Wurfkiste liegen. Du schläfst nicht ruhig, wenn eine trächtige Hündin unruhig ist. Du verlässt den Brutkasten nicht, wenn ein Welpe ums Überleben kämpft.
Zucht kennt keine Pause – hier zählt jede Minute.
💸 Geld? Eine nie endende Investition. Zuchthunde werden nämlich (gottseidank) älter als 8 Jahre, wenn sie spätestens aus der Zucht gehen müssen, unsere meistens 12-13 Jahre.
💰 Gute Hunde haben ihren Preis – und der scheint aber für viele zu hoch zu sein.
💰 Gesundheitstests, Gentests, Prüfungen, Ausstellungen, Reisen, Futter, Nahrungsergänzung, Kaiserschnitt, Medikamente, Tierarztkosten, Hundeversicherungen, Hundesteuer, Zubehör – das alles kostet Tausende.
💰 Einkommen? Manchmal ist keines da. Manchmal bleibt nur ein leeres Konto – oder sogar Schulden.
💔 Emotionen? Man lernt Geduld. Und man lernt, Schmerz auszuhalten, Emotionen zu unterdrücken.
➡️ Wenn ein Welpe in deinen Händen stirbt – und du nichts mehr tun kannst.
➡️ Wenn trotz aller Mühen eine Hündin ihre Welpen nicht austrägt. Wenn du mitten in der Nacht zum Tierarzt oder zur Tierklinik rasen musst.
➡️ Wenn du jemandem absagen musst, der „doch nur einen Hund“ will – weil du spürst, dass es von deinem Bauchgefühl her kein gutes oder passendes Zuhause wäre.– „Nein, ich gebe ihn dir nicht – das ist nun mal meine Verantwortung.“ Und wenn dich dann dein Bauchgefühl doch getäuscht hat und alles ist plötzlich ganz anders.
➡️ Wenn du alles gibst – und dafür Ablehnung, Neid oder sogar Verleumdung erntest.
👩 Routine? Gibt es nicht. Du bist nicht nur Züchter, du bist auch:
🩺 Krankenschwester und Hebamme
🍼 Pflegemama
📖 Genetiker
📦 Logistiker
📷 Fotograf
🧹 Reinigungskraft
🧠 Psychologe
💬 Ansprechpartner – ein Hundeleben lang
👨‍👩‍👧‍👦 Familie & Freunde? Das wird manchmal schwierig.
– „Wir können uns nicht treffen, meine Hündin bekommt gerade ihre Welpen.“ – „Wir erwarten Welpeninteressenten“ (die dann aber einfach nicht kommen ohne abzusagen)
– „Wir kommen nicht – die Kleinen haben Durchfall, wir müssen bei ihnen bleiben.“
Nicht jeder versteht das. Und nicht jeder bleibt.
❤️ Aber trotz allem – bleibt die Liebe.
Die Liebe zu den Tieren, zu ihrem Leben, zu ihrer Entwicklung.
Die Liebe, die dich zehnmal in der Nacht aufstehen lässt.
Die Liebe, die dich daran hindert, Abkürzungen zu nehmen.
Die Liebe, die dich erschöpft, aber gleichzeitig glücklich macht – wenn du siehst, wie gut deine Kleinen aufwachsen und welche Startbedingungen du ihnen mit auf den Weg gegeben hast. Die vielen Freundschaften, die entstanden sind mit Menschen, die du ansonsten bestimmt gar nicht hättest kennenlernen können.
🐶 Ein Züchter ist kein „Welpenvermehrer und Welpenverkäufer“.
Ein Züchter ist jemand, der seinen eigenen Komfort dem Wohl der Tiere unterordnet. Der Liebe nicht in Geld aufrechnet. Der zwischen Glück und Schmerz lebt – und trotzdem mit keinem anderen Leben tauschen würde.
❤️ Ein verantwortungsvoller Züchter wird immer alles geben, dass die Aufzucht exzellent ist und auf sehr vieles verzichten. Respektiere deshalb leidenschaftliche Züchter, denn Sie geben jeden Tag alles – auch wenn es kaum jemand sieht.
Vielleicht sollte man sich auch mal darüber Gedanken machen, wenn man sie auch noch mit immer höher werdenden Hundesteuern dafür bestraft.

Noch ein paar Fotos der beiden gleichaltrigen Elterntiere Fussel und Jaaki, wir beginnen mit Fussel:

Hope von der Schüpfer Hexe (links) mit Fussels Vater Duplo vom Wolf’s Canyon (rechts):

Jaaki ist eine excellente Mäusefängerin, Sprinterin und Springerin, verfügt über ein tolles Wesen, ist leistungsstark, belastbar, umweltsicher, menschenfreundlich, der ideale Familien- und Sporthund. Und wir konnten uns davon überzeugen, dass es bei Fussel genauso ist. Dazu sind beide sehr schöne Vertreter ihrer Rasse, weshalb wir sehr gespannt sind über das Verpaarungsergebnis.

Jaaki und ihre Großmutter Gandhi von der Schüpfer Hexe:

Hier noch ein paar Fotos von Jaakis Mutter Heyli von der Schüpfer Hexe:

Und zum Schluss nochmals ein paar Fotos von Fussel und Jaaki:

Und danach ging es nach einem kurzen Nickerchen wieder 300km zurück nach Hause. Um 22 Uhr kamen wir dort müde an, es waren doch wieder 2 lange anstrengende Tage gewesen und wir haben uns mal wieder gefragt, ob Deckrüdenbesitzer auch so etwas auf sich nehmen würden, wenn sie zu den Hündinnen fahren müssten. Man weiß ja inzwischen, dass die Hündin so wenig Stress wie möglich ausgesetzt werden soll und deshalb sollte der Rüde eigentlich zur Hündin kommen, so wie wir es als absolute Ausnahmen bei Anna mit Khan und Michael mit Alonso erfahren durften. Wir sind sicher, dass es dann nur sehr wenige Deckrüden / Deckrüdenbesitzer geben würde und sie würden sich dann in den sozialen Medien bei diesem Thema plötzlich sehr zurückhalten.

Zum Schluss noch ein ganz herzliches Dankeschön an Jessy, Christopher, Margret und Josef, die uns überaus „saarländisch gastfreundlich“ bei sich zu Hause aufnahmen und bei freier (und überragender) Kost und Logie bei sich übernachten ließen, so dass wir zwischen Decken und Nachdecken nicht nach Hause fahren oder im unpersönlichen Hotel übernachten mussten. Danke für die netten Stunden mit Euch. (Und so nebenbei konnten wir uns davon überzeugen, dass unser Piet von der Schüpfer Hexe genauso verwöhnt wird, wie wir es wurden.)

Übrigens hat unser „strenger Ernährungsumstellungscoach“ Michael beim wöchentlichen Wiegen festgestellt, dass wir im Saarland 1 Kg zugenommen haben (und uns sofort Reiseverbot erteilt). Und dann blieb noch die elektrische Zahnbürste im Badezimmer zurück und Hilmars Schuhe im Verteinsheim usw. Jetzt beenden wir aber diesen Beitrag. Bleibt gesund!

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