Myles, Mazou, Mäx und Magic haben uns verlassen

Myles, Mazou, Mäx und Magic haben uns verlassen

Alle Welpen des M-Wurfes von der Schüpfer Hexe haben uns verlassen. Wir sind wieder überzeugt, mit Euch die richtigen Hundemenschen ausgewählt zu haben und dass es unsere “Welpenkinder“ dort sehr gut haben werden. Dadurch wird der Abschiedsschmerz sehr gelindert.

Noch ein paar Fotos von ihren letzten Tagen bei uns, bevor Myles und Mazou abgeholt sowie Mäx und Magic von Hilmar ins Allgäu gebracht wurden.

Unserer eigene Erfahrung nach ist es meist so, dass die genossene Sozialisation und die Bindungsbereitschaft an den Menschen darüber entscheiden, ob ein Welpe überhaupt unter der Trennung leidet. Die meisten unserer Welpen verlassen uns ja um die 8. LW herum und bisher wurde uns nicht von besonderen Stresssymptomen berichtet, auch dieses Mal nicht. Alle stellten sich neugierig dem neuen Abenteuer und schlossen sich vertrauensvoll ihren neuen Menschen an, die sie ja schon von vorher stattgefundenen Besuchen kannten. Auch nahmen sie mit dem hier belassenen Kleidungsstück ja ihren gewohnten Stallgeruch mit ins neue Zuhause.

Iris muss Abschied nehmen

Unserer Meinung nach sind Welpen mit 8 LW in den meisten Fällen nicht nur bereit für das Abenteurer des Umzugs, sie profitieren vielmehr von der nun folgenden Einzelbetreuung durch ihren neuen Besitzer. Sie fokussieren sich auch nicht zu sehr auf Hunde (Eltern, andere Geschwister, andere Hunde von uns) statt auf Menschen und können das Alleinbleiben leichter lernen, denn bei uns hatten sie ja den Luxus ständiger Gesellschaft.

Die bei uns aufgezogenen Welpen finden es i.d.R. gut und akzeptieren es auch, neue Erfahrungen machen zu dürfen. Sie gehen durch diese Welt und sind aufgeschlossen dafür, sich jeder neuen Herausforderung zu stellen, weil sie erwarten, dass sie grundsätzlich positiv für sie ausgehen werden.

Heike und ihr Myles

Zudem wird auch in der freien Natur jetzt ein Ortswechsel vorgenommen, der alte Spielplatz wird verlassen. Noch ehe die 8. LW beendet ist hat der Vaterrüde die Welpenschar an der Backe und die Mutterhündin kümmert sich nur noch wenig um sie.

Der Zeitraum zw. der 8. und 12. LW ist die eigentliche Sozialisierungsphase. Der Welpe lernt, das bislang so egoistische Verhalten aufzugeben und macht die Erfahrung, dass gemeinsames Tun, das Miteinander spielen, dass Zusammenarbeit einen viel größeren Lustgewinn bringt. Also wird jetzt der Grundstein für die später einmal so wichtige Gefolgschaftstreue gelegt. Die zentrale Figur bei diesem Lernprozess ist der Rüde. Kommt aber anstelle des Rüden der Mensch, so nimmt er, falls er es vernünftig anpackt, dessen Stelle ein. Lernt er jetzt, dass das Spielen mit uns Menschen mehr Freude macht als allein zu spielen, ist für uns faktisch alles gewonnen.

Mandy und Felix mit ihrem Mazou

Unsere Informationen an Euch haben wir aus der Summe unserer Erfahrungen geschrieben, die uns das Leben mit Hunden gelehrt hat und dem Wissen, dass wir aus Büchern, wissenschaftlichen Studien und Feststellungen anderer gesammelt haben. Mit vielen Informationen davon haben wir auch bei diesem Wurf versucht, viel neues Wissen, die Philosophie, die geleistete Mühe und freudvolle „Arbeit“ sowie die Schwerpunkte unserer Aufzucht im Langhaar Schäferhunde Zwinger „von der Schüpfer Hexe“ in Bild- und Schriftform aufzuzeigen und wichtiges Wissen darüber Euch und auch anderen Interessierten an die Hand zu geben. Vor allem, was im entscheidenden 1. Lebensjahr des Hundes geschieht und zu beachten ist, müssen unserer Meinung nach so viele Hundemenschen wie möglich wissen. Auch wollten wir natürlich eine Lanze brechen für den als Rassehund gezüchteten Deutschen Langhaar Schäferhund und uns positiv von vielen anderen Züchtern abheben, was uns hoffentlich wieder gelungen ist.

Jeder von Euch soll seinen Hund nicht nach irgendeiner Schablone formen, sondern ihn eher ermuntern, seinen eigenen, einzigartigen Hundecharakter zu entwickeln. Und nicht vergessen: Keiner kennt unseren Hund besser als wir selbst. Hören wir immer wieder auf unser Bauchgefühl.

Ramona und ihr Magic

Und zu unserer Beruhigung meint der bekannte Hunde- und Wolfsexperte Günter Bloch folgendes: „Alles richtig zu machen, ist eine Illusion. Das schaffen noch nicht einmal routinierte Kanideneltern. Und die verhalten sich in der Tat meist wie ein Schweizer Uhrwerk: zuverlässig und professionell. Kein Mensch weiß alles über Hundeverhalten. Niemand hat einen Ausschließlichkeitsanspruch auf „Ahnung haben“ oder „keine Ahnung haben“.

Genau deshalb lautet unser allererster Tipp: Orientiert Euch in verantwortlicher Form am Machbaren. Wer unentwegt auf der Suche nach dem perfekten Hund ist, wird Schiffbruch erleiden! Jeder Hund ist etwas Besonderes und verdient einen Menschen, der ihm erlaubt, so zu sein, wie er ist – sei es lieb und etwas schüchtern oder kühn und keck. Es wäre nicht fair, von ihm zu erwarten, perfekt zu sein. Und nein, wir haben ihn leider nicht gefunden, den überall passenden Verständigungsschlüssel zu allen Haushunden dieser Welt. Was wir Euch aber guten Gewissens anbieten können, sind einige hoffentlich gut verständliche Richtlinien, die wir Euch ja bereits an die Hand gegeben haben“.

Wir freuen uns schon auf das 1. Wurftreffen – Bleibt gesund!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.