Es liegen bereits 5 Wochen hinter den Welpen vom L-Wurf

Es liegen bereits 5 Wochen hinter den Welpen vom L-Wurf

Schäferhunde haben i.d.R. ein stabileres Wesen als viele andere Rassen. Man trifft bei ihnen wohl deshalb auch nur selten phobisches Verhalten an.

Wenn Hunde in einer Situation Angst bekommen, zeichnen Teile des limbischen Systems Details des Ereignisses auf. Da sie aber nicht wissen, welches all dieser Details vielleicht einmal ein ähnliches Ereignis ankündigen wird, merken sie sich, was immer sie können, falls irgendetwas davon sich später einmal als wichtig herausstellen könnte.

Ein Hund, der von einem großen, weißen Hund angegriffen wurde, hat deshalb möglicherweise sein Leben lang Angst vor weißen Hunden, denn weiß war eines der Merkmale, die sein Gehirn damals aufgezeichnet hat. Es kann aber genauso gut nur die Größe gewesen sein und nicht die Farbe und er hat von nun an Angst vor allen großen Hunden.

Da haben wir gleich mal vorgebeugt mit einem Besuch von Volker und seinem weißen Schäferhund Bjaaki. Volker hatte davor Fyran von unserem F-Wurf, so dass wir seitdem freundschaftlich verbunden sind.

Aus Forschungen zur Gehirnaktivierung wissen wir, dass das Gehirn bei Angst Informationen von allen Neuronen im ganzen Gehirn an sich zieht, und zwar sowohl wichtige als auch unwichtige gleichzeitig. Das Gehirn kann nicht mehr ausfiltern, welche Details mit der Gefahr zu tun hatten. Um ein Angstverhalten deshalb therapieren zu können, muss man herausfinden, welche Details im Zusammenhang mit dem Problem abgespeichert wurden. Diese Merkmale oder Auslöser (Trigger) werden somit zu einem wichtigen Aspekt in der Bewältigung der Angst.

Einen weiteren „fremden Hund“ für die Welpen brachte Iris aus der Schweiz bei ihrem Wochenendbesuch mit und zwar Jon Koda von unserem J-Wurf. Er zeigte die typische Scheu von Rüden gegenüber ihnen fremden Welpen.

Auch eine sterile und reizarme Umgebung kann das emotionale Heranreifen eines Hundes so stark behindern, dass er niemals in seinem Leben mit irgendeiner Art von Stress umgehen kann. Deswegen bieten wir genau das Gegenteil.

Auch wenn Welpen häufig Beschwichtigungssignale gegenüber den Erwachsenen zeigen, kann es ihnen trotzdem passieren, dass sie von den Alten eine „auf’s Dach“ bekommen, wenn sie zu viel herum schleimen. Eine andere Reaktion auf die Nervensägen ist gar nichts zu tun oder den Kopf wegzudrehen.

Wie bei jedem Wurf fühlen sich die Welpen bei Carmen besonders wohl.

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